AV-Parameter-Mapping in der Musikvisualisierung

1 Elektronische Musik im Live-Kontext

Mitte der 1990er Jahre kamen Personal Computer auf den Markt, die so klein, transportabel und gleichzeitig so erschwinglich wurden, dass mit ihrer Hilfe digitale Sounds im Kontext einer Live-Darbietung unkompliziert erstellt werden konnten. Damit wurde der Laptop zu einem leicht verfügbaren Musikinstrument, das als solches nicht nur die Aufführungspraxis, sondern auch die Klangwelt der bisherigen elektronischen Live-Musik revolutionierte.[1]

Live-Darbietungen der ersten Laptop-Musiker wie Peter Rehberg alias Pita, General Magic und Farmers Manual des Wiener Musiklabels Mego, das britische Duo Autechre und Musiker wie Carl Stone oder Zbigniew Karkowski stellten interaktive Manipulationen von Sound-Prozessen dar. Die visuelle Rezeption dieser Live-Darbietungen war jedoch statisch. Beim Betrachten eines Performers, der lediglich einen Computer bedient, ließ sich der musikalische Akt der Klangerzeugung oft kaum nachvollziehen und erzeugte so ein visuelles Vakuum.

Durch die Erweiterung der Prozessor- und Speicherkapazitäten waren Laptops nun ebenfalls in der Lage, bewegte Bilder in Echtzeit zu manipulieren.

Einige MusikerInnen begannen daher mit visuellen KünstlerInnen zusammenzuarbeiten. Andere entwickelten eigene Methoden, um das visuelle Vakuum der Konzerte zu füllen.

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